KIS ERSATZ BASIERT AUF ERFOLGREICHER DATENMIGRATION

Wenn wir uns eine Software anschauen gibt es zu beachten, dass dies was der Benutzer auf seinem Bildschirm sieht, lediglich eine Anzeigemaske ist. Alle Daten werden im Hintergrund in einer Datenbank gespeichert. Die Daten bilden somit den Grundpfeiler für das tägliche Arbeiten und ihre Richtigkeit muss gewährleistet sein.

Das Speichern der Daten kann je nach Software, Systemarchitektur und Technologie- Stand auf verschiedene Arten und Formen geschehen. Bei einer Ablösung einer bestehenden Software ist es sehr wichtig, dass nicht Altlasten in die Zukunft mitgetragen werden.

DATENVERWALTUNG

Das Verwalten der zu bearbeitenden Daten ist wohl der wichtigste Aspekt im digitalen Klinik Alltag. Ein strukturiertes Ablegen der Informationen in einer gut organisierten Datenbank garantiert die Zugänglichkeit dieser Daten, damit sie jederzeit abrufbar bleiben.

Da jede einzelne Information, welche ein Anwender an seinem Arbeitsplatz in eine Akte schreibt, digital abgespeichert wird, ist es offensichtlich, dass sehr schnell eine grosse Datenmenge zusammen kommt. Umso grösser diese Datenmenge wird desto wichtiger ist es, dass die Informationen strukturiert werden (ERD). Ist dies nicht der Fall, werden Datenauswertungen und Datenabfragen sehr aufwendig und kostenintensiv und vor allem langsam. Dies ist bei heutigem Stand leider in den meisten Kliniken der Fall, da die Daten in einer einzigen Flachen Tabelle nacheinander aufgereiht und gespeichert wurden.

Man kann sich hier ein ganz einfach Beispiel vorstellen:

Eine Million Akten liegen auf einem Stapel und es muss eine spezifisches gefunden werden.

Es ist also wichtig bei einer Datenmigration diese Altlasten nicht mit sich zu tragen und eine neue Architektur, welche die Daten strukturiert ablegt, einzuführen. Das gelingt uns indem wir die Datenklassen (Data Class) einführen. Dieses Datenbankmodell beruht auf einem ERD („Entity Relationship Diagram“).
Zu dem bringt dies auch Datentechnisch eine verbesserte Sicherheit mit sich, da nun Zugriffsregeln mit Datenklassen reguliert werden können.

Nehmen wir nun wieder das vorangegangene Beispiel mit der Suche einer Akte. Wir sehen, dass wenn die Akten nach Klassen und Gruppen abgelegt wurden, ein Auffinden einer spezifischen Akte um einiges einfacher würde, als wenn diese alle auf einem Stapel liegen.

ITERATIVE DATENMIGRATION

Bei aktuellen Datenmenge von hunderten Millionen Einträgen in der Datenbank gibt es zu beachten, dass diese Daten nicht ganz einfach in eine neue Datenbankstruktur und Software migriert werden können.

Das Gesundheitsgesetz (SRL 800 § 26) schreibt vor alle Daten mindestens 10 Jahre nach Austritt des Patienten aufzubewahren. Diese Daten sind per Datenschutzgesetz bei einer Datenmigration gegen unbefugtes oder zufälliges Vernichten, gegen technische Fehler und Fälschungen sowie Diebstahl und widerrechtliche Verwendung zu schützen.

Es gibt also schlichtweg keine Möglichkeit diese Grundsätze des Gesetzes zu respektieren, wenn die Datenbank mit einer „lege den Hebel um“ Methode versucht wird zu migrieren. Ein verifizieren der Daten über ihre Richtigkeit ist bei einer solchen Datenmenge schlichtweg nicht realistisch. Es gibt auch zu bedenken, dass es für den Benutzer, welche/-r einen täglichen Umgang hat mit den digitalen Patienten Akten, einfacher ist, wenn sich dieser in iterativen (wiederholenden) Schritten an die neue Umgebung gewöhnen kann und so zeitgleich die Daten validiert bis der Entscheid der kompletten Übernahme fällt. So können zusätzlich auch noch Anpassungen hinzugefügt und Altlasten herausgenommen werden. Die Daten werden also in zuvor definierten Datenpaketen Stück für Stück in die neue Software migriert.

Dank der mehrschichten Architektur der VERTEX Software und der Einführung des Data Warehouse, welches die Daten stufenweise (staging) extrahiert, transformiert und bündelt besitzen wir schon heute eine lauffähige Lösung der iterativen Datenmigration.

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